2008 Stiftungsversammlung

Protokoll zur Stiftungsversammlung
vom 18.02.2008

1) Wolfgang Marcus begrüßte die Anwesenden zur 4. Stiftungsversammlung der Bad Westernkotten Stiftung. Gegen die, mit der Einladung versandten Tagsordnung gab es keine Einwände, so dass sie als Agenda für die Versammlung genutzt wurde. Als Protokollantin wurde Julia Schäfer bestimmt.

2) Wolfgang Marcus verlas das Protokoll der letzten Stiftungsversammlung vom 26.02.2007, hierzu gab es keine Ergänzungen oder Einwände. Im Protokoll wurde der Vorschlag von Franz-Josef Meiswinkel erwähnt, die Dachflächen städtischer Gebäude zu nutzen, um durch Dritte eine Photovoltaikanlage zu betreiben, dessen Erlöse wiederum der Stiftung zu Gute kommen könnten. Hierzu wurde ergänzend erläutert, dass ca. 20 Gebäude der Stadt Erwitte hierzu geeignet wären. Der Stadtgebäudeausschuß sieht hier natürlich selber auch eine Einnahmequelle, ist aber dennoch bereit die Flächen zur Verfügung zu stellen, sofern sich Investoren finden. Die Stiftung sieht sich allerdings momentan aufgrund der limitierten Ressourcen nicht in der Lage eine solche Aktion zu stemmen, auch vor dem Hintergrund, dass die Amortisationsdauer einer solchen Anlage 12-15 Jahre beträgt. Sollte sich jemand finden, der dieses Projekt im Sinne der Stiftung vorantreiben und betreuen würde, steht die Stiftung diesem Projekte jedoch grundsätzlich positiv gegenüber.

3) Hans Lüning als Vorstandsvorsitzender erstattete Bericht über das Jahr 2007. Am 30. April wurde in Bad Westernkotten erstmalig ein Maibaum am Sälzer aufgestellt. Hieran beteiligte sich auch die Stiftung mit einem Wappen das die Aufschrift „… gemeinsam für unseren Ort“ trägt. Des Weiteren unterstütze die Stiftung den Förderverein als Thekenteam bei der Mega Danceparty in der Schützenhalle am 10.03.2007. Eins der größeren Projekte im vergangenen Jahr war die Fertigstellung des Wanderwegs zwischen Sanddornring und Josefslinde. Dieser ca. 200 m lange Weg wurde durch die Firma Brock angelegt und weitestgehend durch die Stiftung finanziert. Seit Mai 2007 wurde dieser Weg bereits von vielen Spaziergängern genutzt. Am 23.10.2007 wurden die Alltagsmenschen Franz und Wilhelmine in der Ortsmitte platziert, eine Figur wurde von Familie Annette Schäfer finanziert, für die zweite Figur erhielt die Stiftung 1.200 € aus dem Erlös des Sälzerfestes und weitere zweckgebundene Spenden.

Anke und Bernhard Krähling verzichteten auf persönliche Geschenke zum Richtfest der Servicewohnanlage „Am Osterbach“ und übergaben der Stiftung die Einnahmen, über 1.200 €, die für die Osterbachsanierung eingesetzt werden sollen. Am 5.10.2007 vertraten Wolfgang und Annette Marcus die Bad Westernkotten Stiftung bei einem Festakt der Initiative Bürgerstiftungen in Berlin.

4) Werner Plümpe als Schatzmeister verlas den Kassenbericht. Das Gesamtvermögen der Stiftung belief sich zum 31.12.2007 auf 138.253,74 €, davon 133.000 € fest angelegt. Einnahmen in 2007 durch Zinsen, freie und zweckgebundene Spenden beliefen sich auf 16.753,81 €. Ausgaben fielen in 2007 überwiegend für die Alltagsmenschen, den Wanderweg an der Josefslinde und eine Spende an die Aidswaisen an. An Zustiftungen erhielt die Stiftung in 2007 eine Gesamtsumme von 3.250 €. 1.674 € stehen noch als zweckgebundene Spende für das Projekt „am laufenden Meter“ zur Verfügung. Die Entwicklung des Finanzvermögens zeigt eine Durchschnittsverzinsung von 3,6 bis 3,7%. Wolfgang Marcus fügte ergänzend hinzu, dass die Stiftung seit 2003 Aktivitäten für Bad Westernkotten in Höhe von über 30.000 € unterstützt hat.

5) Die Amtszeit von Michael Esser war nach 3 Jahren im Kuratorium zu Ende, er wurde einstimmig wiedergewählt und nahm die Wahl dankend an.

6) Das größte Projekt das für 2008 ansteht, ist ein gemeinschaftliches Projekt von Förderverein und Stiftung und wurde von Hans Lüning und Alfred Eickmann als Vertreter des Fördervereins vorgestellt. Wie bereits bei der letzten Stiftungsversammlung beschlossen und priorisiert, soll in 2008 der Gehweg am Osterbach erneuert werden. Ziel dieses Projektes ist es, den bislang sehr schmalen Gehweg durch eine Verbreiterung als solchen nutzbar zu machen und das morsche Geländer zu ersetzen und somit die Verkehrssicherheit wieder herzustellen. Da Stiftung und Förderverein nicht Gehweg und Geländer finanzieren können, soll das Geländer durch die Stadt Erwitte finanziert werden. Dies hat den Vorteil, dass die Anlieger nicht 80% der Kosten übernehmen müssen. Die Anwesenden stimmten zu, dass die zweckgebundenen Spenden am laufenden Meter auch für den Gehweg anstelle des Geländers eingesetzt werden. Auch der Schützenverein hat Bereitschaft signalisiert sich finanziell zu beteiligen, nachdem das Kreisschützenfest abgerechnet ist. Lüning und Eickmann stellten die Fortschritte der Planung vor, der erste Bauabschnitt soll auf Höhe von Gaststätte Kemper beginnen und bis zur Einmündung Schützenstraße gehen. Der Weg soll, anders als zunächst geplant, komplett entlang der Straßenseite verlaufen, da aus finanziellen Gründen, Platzgründen und notwendigem Hochwasserschutz an verschiedenen Grundstücken ein Wechsel der Uferseite nicht möglich ist. Bernhard Krähling, der ursprünglich die Kosten für den Gehweg auf seinem Grundstück übernehmen wollte, erklärte sich bereit stattdessen den Uferbereich ansprechend zu gestalten. Der Gehweg soll von derzeitig 75 cm auf ca. 1,50 m verbreitert werden und das Schrammbord durch einen 9 cm hohen Rundbordstein ersetzt werden. Einwände kamen u.a. von Thomas Spangemacher, der äußerte, dass 9 cm nicht genug seien um Fußgängern Schutz zu bieten und Franz Mintert, der zu Protokoll gab, dass die Aspenstraße die einzige verbleibende Straße im Ort ist, die mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen ohne Probleme befahren werden kann. Alfons Eickmann kommentierte, dass man natürlich nach einer Möglichkeit suche, mit der auch die Landwirtschaft einverstanden sei. Gerade aus dem Grund hat man sich für diesen flachen Rundbordstein entschieden. So ist es nämlich für landwirtschaftliche Fahrzeuge möglich den Gehweg als Fahrbahn mit zu nutzen. Rücksichtnahme auf Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer wird vorausgesetzt, sodass der Rundbordstein genügend Schutz für Fußgänger bietet. Um optisch ein ansprechendes Bild zu schaffen und den Verkehrsfluss nicht zusätzlich zu behindern, soll versucht werden, die auf der Straße markieren Parkplätze auf der Osterbachseite der Aspenstraße zu entfernen. Die Parkplatzsituation hat sich hier auch in den letzten Jahren entspannt, so dass die Parkplätze nicht unbedingt benötigt werden. Die Anwesenden stimmten mehrheitlich zu, dass dieses Projekt durchgeführt werden soll. Die Bauzeit wird auf ca. 4-5 Wochen geschätzt und soll bis zum Promenadenfest beendet sein.

7) Um weitere finanzielle Mittel für das Projekt „Gehweg am Osterbach“ zu sammeln, unterstützt die Stiftung den Förderverein beim Konzert der Höhner und wird sich auch beim Promenadenfest in diesem Jahr wieder mit einer Tombola engagieren.

8) Wolfgang Marcus, stellte weitere mögliche Projekte für 2008 vor, die evtl. noch neben dem Projekt Gehweg am Osterbach umgesetzt werden können. Hierzu gehört das Kunstwerk in Erwitte zur Präsentation der Ortsteile. Jeder Ort soll sich hieran mit einem Beitrag von 1 € pro Einwohner beteiligen. Da dies für Bad Westernkotten als größten Ortsteil eine größere Summe ist, könnte die Stiftung dies unterstützen, sofern noch finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Das Kunstwerk wird in Nähe des Rathauses in Erwitte entstehen. Bad Westernkotten wird durch eine Gradierwerk-Skulptur in diesem Kunstwerk dargestellte werden.

9) Des Weiteren hat sich ein Spender bereit erklärt 2.000 € für die Anschaffung weiterer Alltagsmenschen zu spenden. Auch hier wird über die Anschaffung weiterer Figuren evtl. in Kurparknähe nachgedacht.

10) Zum Ende der Versammlung wurde ein Film über Bürgerstiftungen in Deutschland gezeigt.

11) Hans Lüning bedankte sich bei allen Anwesenden für das entgegengebrachte Vertrauen und versprach, dass die Stiftung weiterhin mit Engagement gemeinsam Gutes für den Ort vorantreibt.

Anwesenheitsliste:

  • 1. Ulrich Westermann
  • 2. Werner Plümpe
  • 3. Julia Schäfer
  • 4. Jürgen Ruppertz
  • 5. Mechthild Plümpe
  • 6. Johanna Lütticke
  • 7. Heinz Josef Lütticke
  • 8. Christiane Jacobi
  • 9. Alfons Jacobi
  • 10. Franz Westerfeld
  • 11. Franz Mintert
  • 12. Willi Ostermann
  • 13. Franz Josef Meiswinkel
  • 14. Norbert Sprinkmeier
  • 15. Thomas Spangemacher
  • 16. Elisabeth Eichler
  • 17. Gerhard Vogt
  • 18. Bärbel Bielenberg
  • 19. Hans Klein / Heimatverein
  • 20. Alfons Eickmann / Förderverein
  • 21. Klaus Rabe
  • 22. Ulrich Volker Lange
  • 23. Barbara Lüning
  • 24. Rolf von Bloh
  • 25. Kay Lüning
  • 26. Hans Lüning
  • 27. Michael Esser
  • 28. Wolfgang Marcus