Gemeinde- und Ortsvorsteher 1843-2011

Die Gemeinde- und Ortsvorsteher  in Westernkotten 1843-heute

Von Wolfgang Marcus, Bad Westernkotten

Vorbemerkungen

Im Jahre 1843 wurde in der preußischen Provinz Westfalen eine neue Landgemeindeordnung erlassen, die unter anderem die Gemeindevorsteher verpflichtete, ordnungsgemäße Protokolle der Gemeindevorstandssitzungen zu schreiben. Deshalb sind wird seit dieser Zeit auch exakter darüber informiert, wer in welcher Zeit Gemeinde- bzw. Ortsvorsteher von (Bad) Westernkotten war. Die Protokolle der Gemeinde Westernkotten, die bis 1975 selbständig war und seitdem Teil der Stadt Erwitte ist, sind vollständig erhalten geblieben und sind im Stadtarchiv Erwitte einzusehen.[1]

Seit 1843 bis heute sind bisher 21 Männer – davon haben zwei zweimal an der Spitze der Gemeinde gestanden –  Gemeinde- oder Ortsvorsteher gewesen, die der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen sind:

1843-1851 Franz Erdmann

1852-1857 Franz Hense

1857-1882 Reinhard Jesse

1882-1888 Rudolf Löper

1888-1912 Adalbert Jesse

1912-1919 Leo Jesse

1919-1921 Rudolf Löper jun.

1921- 1924 Josef Duwentester

1924- 1933 Leo Jesse

1933-1940 Josef Pieper

1940-1945 Heinrich Eickmann

1945-1946 Franz Rieke

1946 Friedrich Maßolle

1946-1948 Franz Dicke

1948-1949 Franz Rieke

1949-1952 Heinrich Duwentester

1952-1953 Alois Merschmann

1953-1956 Josef Westerfeld

1956- 1957 Erich Riekenbrauck

1957- 1964 Anton Schäfermeier

1964-1975 Josef Brock

1975-2004 Alfred Beste

2004- heute Wolfgang Marcus

Ich habe versucht, zu jeder der 21 Personen einige biographische und sonstige Angaben zusammen zu tragen

In Klammern hinter dem Namen findet sich immer die Amtszeit. Mein Dank gilt Heinrich Knoche, Aspenstraße, der mir etliche wertvolle Hinweise gegeben hat. Über ergänzende Angaben zu den einzelnen Personen würde ich mich freuen.

 

 

  1. Franz Erdmann (1843-1851)

Franz Erdmann wurde am 16.3.1799 wahrscheinlich in Hamm geboren und war Sohn einer königlichen Beamtenfamilie. Seine Eltern waren Friedrich Erdmann und Maria Zöllner aus Hamm. Nach dem Besuch eines Gymnasiums in Hamm ging er zum Militär und  wechselte anschließend zur Verwaltung. Am 31.10.1826 heiratet er die (Maria Therese Ernestine) Elisabeth Vester, geboren am 9.1.1800 in Erwitte.

In den Akten der Gemeinde Westernkotten taucht er wohl erstmals 1829 in einer Quartierliste[2] auf. Er wird als Rentmeister (Verwalter) des adligen Hauses von Papen genannt und wohnt in der Leckhausstraße 1 (heute Franz-Josef Spiekermann).

Als seine Frau Elisabeth am 12.12.1833 im Alter von 33 Jahren starb, heiratete er einige Zeit später (8.10.1835?) die Henriette (Wilhelmine Lucie) Jesse, geb. 4.3.1816 in Westernkotten, Tochter des Amtsrichters Wilhelm Jesse und seiner Frau Louisa geb. Zoll, Haus-Nummer 51 (heute Kurhaus). Seine zweite Frau hat ihren Mann überlebt und starb am 11.6.1870 in Witten. Mit seiner 2. Frau hatte Franz Erdmann 10 Kinder, die alle zwischen 1836 und 1856 geboren wurden.

1842 eröffnet er den Solbadebetrieb Westernkotten im Bereich des heutigen Kurhauses, dessen Eigentümer er durch die Heirat mit seiner Frau Henriette 1835 geworden war, und legt somit den Grundstein für das heutige Heilbad.

1843 wird er vom Landrat von Schade zum Gemeindevorsteher von Westernkotten ernannt.[3]

1845 ist er bei der Gründung der eigenständigen evangelischen Kirchengemeinde Erwitte beteiligt und wird auch in den ersten vorläufigen Kirchenvorstand gewählt.[4] Am 22. Juli 1849 gründete er mit anderen Volksfreunden den ersten Bienenzuchtverein Westfalens. Dafür wurde ihm ein Denkmal errichtet, das sich noch heute im Kurpark in Höhe der 2. Saline befindet. Die Volksbank hat zum 150-jährigen Bestehen des Heilbades eine Gedenkmünze mit dem Porträt von Franz Erdmann herausgegeben.

Franz Erdmann verstarb im Alter von 58 Jahren, 8 Monaten und 24 Tagen am 8. Dezember 1857 morgens um 9 Uhr in Westernkotten an Ruhr und Nervenfieber.[5]

2. Franz Hense (1852-1857)

Hier handelt es sich wahrscheinlich um den Zimmermann Franz Hense, geboren 1807. Im Einwohnerverzeichnis von 1864 werden noch seine Frau Elisabeth geborene Spiekermann (*1808) und seine Kinder Johannes (*1843) und Franz (*1846) aufgezählt.[6] Hense gehörte nach Ausweis des ältesten Protokollbuches der Gemeinde auch schon einige Jahre vorher dem Gemeinderat an. Feststellbar ist auch, dass  in den fünf Jahren seiner Amtszeit sehr wenige Protokolle geschrieben wurden, sie füllen lediglich vier Seiten.

3. Reinhard Jesse (1857-1882)

Der älteste bisher nachweisbare Abkömmling der Familie Jesse war Cordt Jesse aus Warstein. Sein Enkel Gottfried heiratete 1760 Josephine Jansen und kam so in den Besitz eines Anteils an der Salzindustrie.

Einer der Söhne Gottfried Jesses war Franz Jesse. Er wurde am 17.6.1788 in Westernkotten geboren und war später Gutsbesitzer und Gastwirt. Wahrscheinlich lag die Gaststätte dort, wo sich heute das Kurhaus befindet. Franz Jesse heiratete am 24.7.1819 die Gastwirtstochter Therese Cordes aus Erwitte. Einer ihrer Söhne war Reinhard Jesse (*4.2.1833, + 2.3.1900), dem das frühere Jesse’sche Anwesen in der heutigen Aspenstraße (heute Servicewohnanlage) gehörte. Aus seiner Ehe mit Lina Gordes, Tochter des Werler Bürgermeisters Anton Gordes (gestorben als Rentmeister in Westernkotten am 24.5.1860) und der Sophie Küper, gingen 13 Kinder hervor. Um die Gemeinde, die Saline und das Solbad hat er sich besonders verdient gemacht. So hat Reinhard Jesse als Gemeindevorsteher, gerade mal 25 Jahre alt, gleich in seinem zweiten Amtsjahr 1858 die Zusammenlegung der bis dahin drei eigenständigen Schützenvereine in Westernkotten bewirkt. Von diesem Jahr bis 1873 stand er dann selbst an der Spitze des Schützenvereins.

In der Saline Westernkotten war er lange Zeit Salinenverwalter. Auch im Westfalenparlament in Münster hatte er einige Jahre Sitz und Stimme. Für die WLE war er seit 1881 tätig, von 1892 bis zu seinem Tod im Jahre 1900 sogar als Vorstandsmitglied.

4. Rudolf Löper (1882-1888)[7]

Bereits mit 23 Jahren, noch als Junggeselle, schoss Rudolf Loeper (*1830, +1925) beim Schützenfest in Westernkotten 1853 den Vogel ab und erwählte sich Clementine Mönnig zur Königin.[8]

Rudolf Loeper heiratete vor 1871 die 17 Jahre jüngere Bernhardine Mues aus Westereiden, Pfarrei Hoinkhausen, *2.2.1847, Tochter der Eheleute Engelbert Mues gt. Rüther und seiner Frau Ferdinande Wittenbrink. Wahrscheinlich sind aus der Ehe 7 Kinder hervorgegangen.

Rudolf Loeper engagierte sich wie sein Vater Johann in der Kommunalpolitik, allerdings wohl erst nach dem Tod des Vaters 1875. Am 9.Juni 1876 ließ sich Rudolf Loeper in eine neu gegründete Sanitätskommission wählen, und im Mai 1881 wird er erstmalig in den Gemeinderat von Westernkotten gewählt. Als wenig später der amtierende Gemeindevorsteher Reinhard Jesse sein Amt niederlegt, wird Rudolf Loeper, obwohl erst 1 Jahr im Gemeinderat, am 14. August 1882, also im Alter von 52 Jahren, zum neuen Gemeindevorsteher gewählt. Er bekleidete dieses Amt bis zum August 1888, also eine Amtszeit. Sein Nachfolger im Amt war Adalbert Jesse.

Im Jahre 1900 wurde er nochmals in den Gemeinderat gewählt, und von dort zum Mitglied der Armen-Deputation und der Gesundheitskommission, am 1.2.1908 in den Schulvorstand beordert. Im Armen- und Schulvorstand wirkte er auch 1910 noch, diesmal „Rentner Rudolf Löper“ genannt.

Als am 14.1.1906 der Landwirtschaftliche Lokalverein Westernkotten und wenig später der Kriegerverein Westernkotten gegründet wurden, gehörte Rudolf Loeper jeweils zu den Gründungsmitgliedern. Im Kriegerverein hatte er sogleich das Amt eines Beisitzers inne. Am 2. April 1911 wurde er einstimmig zum Vorsitzenden des Kriegervereins gewählt und blieb dies mindestens bis zum Jahre 1916.

Als sein Sohn Rudolf 1921 mit seiner ganzen Familie nach Ostpreußen zog, blieb Rudolf Loeper zusammen mit seiner jüngeren Schwester Mathilde auf dem Hof, der an die Familie Westerfeld verkauft wurde, zurück.

Ältere Westernkötter erinnern sich noch, dass er mit seinem Stock noch im hohen Alter regelmäßig im Gottesdienst anzutreffen war und wegen des häufigen Gebrauchs des Wörtchens „schon“ auch „Löpers Schonn“ genannt wurde.

 5. Adalbert Jesse (1888-1912)

Adalbert Jesse wohnte im Haus-Nr. 143, heute Wolfsangel 3. Er wurde 1838 geboren als Sohn des „Ökonom“ Anton Jesse (1864 bereits verstorben) und seiner im Jahre 1800 geborenen Frau. Sein Bruder Robert war 1832 geboren.[9] 1925 wohnte im Haus Wolfsangel 3 Rechtsanwalt und Notar Franz Jesse[10], möglicherweise ein Sohn von Adalbert oder Robert.

Gemeindevorsteher Adalbert Jesse gab 1912 sein Amt aus Altersgründen auf, immerhin war er da schon 74 Jahre. In seine Amtszeit fällt unter anderem der Bau der ersten Schützenhalle (1911), aber auch der Bau der Brücke über die Pöppelsche bei Bökenförde, die weitgehende Dränierung des Muckenbruches sowie Planungen zur zentralen Trinkwasserversorgung des Ortes.

 

  1. Leo Jesse 1912-1919 und 1924-1933

Leo Jesse war der Sohn von Reinhard Jesse (siehe unter 3.) und wurde am 20.4.1878 geboren. Bei Amtsantritt 1912 war er also 34 Jahre. Er war seit 1904 verheiratet mit Anna Bömer aus Suttrop, geboren 11.5.1875. Ihre Kinder hießen Franz (*8.5.1905), Leo (*1.12.1906), Karola (später Frau Hoppe-Nucke, *20.11.1908), Anne (später Frau Hoppe, *20.8.1910), Elli (*30.10.1915) und Paul (*24.6.1919).

Gemeindevorsteher Leo Jesse verkaufte bereits 1912 der Gemeinde ein Grundstück für den Bau einer Volksschule, die 1914 eröffnet wurde (heute Paul-Gerhardt-Haus). Auch kümmerte er sich intensiv um die Elektrifizierung des Ortes, die ab 1919 erfolgte. – 1919 wurde er mit 4 gegen 5 Stimmen abgewählt, nähere Gründe sind nicht bekannt.

Ab 1924 kommt es zu einer zweiten Amtszeit. In diese fällt unter anderem der Bau eines eigenen Sportplatzes an der Straße nach Bökenförde. 1933 unterliegt Jesse wieder mit 4 gegen 5 Stimmen bei der Wahl des Gemeindevorstehers und wird diesmal von Landwirt Josef Pieper abgelöst.

6. Rudolf Löper jun. (1919-1921)[11]

Rudolf Loeper, geb. am 25.10. 1872 in Westernkotten, heiratete am 8.11.1909 in Horn Maria Elisabeth Steimann, die am 29.1.1884 in Schallern geboren worden war. Sie hatten drei Kinder.

Bereits einige Monate nach der Eheschließung wurde Rudolf Loeper vom Gemeinderat zum stellv. Gemeindevorsteher gewählt, und zwar am 22.11.1910; lediglich der amtierende Gemeindevorsteher Adalbert Jesse sprach sich nicht für Rudolf Loeper aus. 1911 wurde er im Amt des stellv. Gemeindevorstehers bestätigt. Am 9.10. 1914 wählte ihn die Gemeindevertretung zum Übungsleiter einer neu gegründeten „Jugendwehr“.

Am 30.9.1919 wählte ihn der Gemeindevorstand mit 5 von 9 Stimmen zum Gemeindevorsteher von Westernkotten.

In der Folgezeit müssen dann aber Ereignisse eingetreten sein, die die bisherigen Pläne der Familie völlig über den Haufen geworfen haben: denn 1920/21 verkauft die Familie Löper alles Eigentum in Westernkotten, Rudolf Löper legt das Amt des Gemeindevorstehers nieder – bereits am 15.2.1921 wurde Josef Duwentester zu seinem Nachfolger gewählt – und die ganze Familie zieht nach Ostpreußen!

Die Gründe für diese ziemlich kurzfristige Entscheidung sind bisher nicht ganz genau zu ermitteln: Zum einen wird der Frau von Rudolf Löper ein wesentlicher Einfluss auf diese Entscheidung nachgesagt. Sie habe sich als „verwöhnte Frau“ im Dorf nie recht wohl gefühlt und sich zum Beispiel „durch das Geläut der nahen Kirchenglocken in ihrer Ruhe gestört gefühlt“.

Auch führen ältere Westernkötter aus, dass die Einnahmen aus der Salzproduktion immer stärker rückläufig gewesen seien und die Landwirtschaft der Familie nicht besonders gelegen habe. Käufer der Hofstelle Löper – einschließlich eines großen „barocken“ Gartens und anliegender Weideflächen insgesamt 13587 m² – war der Landwirt Bernhard Westerfeld, der Vater der jetzigen Hofinhaber Josef und Franz Westerfeld. Bernhard Westerfeld hatte bis dahin das heutige Anwesen Köneke-Thiele inne, war also unmittelbarer Nachbar und bei Löper unter anderem als Kutscher tätig gewesen.

Der Kaufvertrag datiert vom 18. Dezember 1920. Darin wurde u. a. geregelt, dass der 90jährige Vater Rudolf Löper sen. und seine unverheiratete Tochter Mathilde weiterhin auf der Hofstelle leben durften und entsprechend verpflegt werden mussten.

In Ostpreußen erwarb die Familie Löper einen riesigen Gutshof in Mettkeim, Post Nauzken, im Kreis Labiau, nicht weit von Königsberg entfernt.

Aber das Glück war ihnen nicht hold: die eingesetzten Hofverwalter betrieben Misswirtschaft, auch das Engagement im Früchtegroßhandel ging schief.

Als seine Frau 1932 an Gebärmutterkrebs starb, fasste Rudolf Loeper („nach innen gerichtet, gütig, aber lebensfremd“, so sein Sohn Rudolf) nie wieder richtig Tritt und nahm sich 1933 in Rauschen an der Ostsee das Leben.

7. Josef Duwentester (1921- 1924)

Bereits im Einwohnerverzeichnis von 1864 wird auf der Hausstelle Nr. 142 (heute Wolfsangel 2) ein Joseph Duwentester erwähnt, der als Tagelöhner und Salzsieder bezeichnet wird und 1824 geboren wurde. Ebenfalls wird ein Sohn namens Anton (*1857) genannt.

Gemeindevorsteher Josef Duwentester muss ein Nachfahre gewesen sein, denn er wohnte an gleicher Stelle.

Er wird am 15.2.1921 mit 4 gegen 2 Stimmen gewählt. In seine Amtszeit fällt die Inflation im Gefolge des 1. Weltkrieges. Die alte Schule, die im Bereich des heutigen Ehrenmales stand, wird in seiner Amtszeit verkauft, der Schriftzug „Ehret den König“ an der Volksschule entfernt. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit soll die Straße nach Bökenförde als Kreisstraße ausgebaut werden.

8. 1933-1940 Josef Pieper

Josef Pieper wohnte am Hockelheimer Weg 11 und setzte sich bei der Wahl zum Gemeindevorsteher am 27.3.1933 mit 5 zu 4 Stimmen gegen Leo Jesse durch. Als Gemeindevorsteher in der NS-Zeit bis in die Kriegszeit hinein stand er unter massiver Einflussnahme der Nationalsozialisten. Er hatte aber auch Einfluss nach oben und bestimmte zum Beispiel, welcher Bauernsohn zur Wehrmacht eingezogen und wer als „unabkömmlich für den Hof“ davon befreit wurde. In seine Amtszeit fällt unter anderem der Anschluss an das Lörmecke-Wasserwerk 1935. Am 3.7.1940 schied er „auf eigenen Wunsch“ aus dem Amt aus. Er zog nach dem Verkauf des Hofes an Familie Gockel nach Büren.

9. Heinrich Eickmann (1940-1945)

Bauer Heinrich Eickmann wurde am 23.10.1887 geboren. Sein Hof lag in der Weringhauser Straße 14, in dem heute noch Mitglieder der Familie Eickmann wohnen. Bereits sein Großvater Heinrich (*1816)[12] war von 1857 bis 1863 und dann ab 1865 für einige Zeit Mitglied des Gemeindevorstandes.

Heinrich Eickmann fotografierte viel und gern, auch zahlreiche Bilder von Erstkommunionen stammen von ihm. Er war auch Imker und zeigte anderen gern seine Bienenhütte. Wegen Kinderlosigkeit nahmen er und seine Frau ein Kind an, und zwar Heinrich Gudermann aus der Schützenstraße (Bruder des jetzigen Ehrenobersts des Schützenvereins, Josef Gudermann).

Die Herren Eickmann, Pieper und Mönnig sowie die beiden Lehrer Probst und Riekenbrauck bestimmten nach Aussage älterer Mitbürger lange Zeit die Eckpunkte der Politik.

Heinrich Eickmann verstarb am 8.7.1971 im Alter von 83 Jahren.[13] Er stand der Gemeinde fast während der gesamten Zeit des 2. Weltkrieges vor. In das Amt des Gemeindevorstehers wurde er zum 1.7.1940 berufen, nicht gewählt.

In seine Amtszeit fällt die Vergabe von Straßennamen (1941), ebenso der Beitritt zum Feuerlöschverband Erwitte. Als bekannt wird, dass die Salzgewinnung im Ort eingestellt werden soll, bemüht sich der Gemeinderat unter seiner Führung um den Kauf der entsprechenden Flächen (heute Kurpark usw.).

Nach dem Krieg widmete er sich insbesondere der Heimatforschung. Zwischen 1952 und 1959 veröffentlichte er mindestens 11 Aufsätze[14], vorwiegend in den „Heimatblättern Lippstadt“. Höhepunkt seines heimatkundlichen Wirkens war die Herausgabe des ersten Heimatbuches der Gemeinde im Jahre 1958 im Rahmen der 700-Jahr-Feier. Am 19. Juli 1958 wurde im deshalb durch Bürgermeister Schäfermeier die Ehrenbürgerwürde verliehen, die einzige, die die Gemeinde je ausgesprochen hat.[15]

Zu seinem 80. Geburtstag am 23.10.1967 wurde er darüber hinaus noch für 46 Jahre im Vorstand der Volksbank, davon 30 Jahre als Vorsitzender, für langjährige Mitgliedschaft im Gemeindevorstand und als Bürgermeister, für seine Tätigkeit von 1942-1958 als Standesbeamter[16], seine Mitarbeit beim Aufbau des Kurortes sowie seine langjährige Mitgliedschaft (1946-64, durchgehend stellv. Vorsitzender[17]) im Kirchenvorstand geehrt.[18]

10. Franz Rieke (1945-1946 und 1948-49)

Noch vor Ende des Krieges, bereits am 23.4.1945, wurde vom damaligen Amtsbürgermeister Spannan eine Versammlung einberufen, in der von der Militärregierung die Mitarbeiter der Gemeindevertretung berufen und Franz Rieke als Bürgermeister benannt wurde.[19] Er war der Onkel von Franz, Bruno und Norbert Rieke, den Kindern seines Bruders Bruno, die alle noch in Bad Westernkotten wohnen. Hauptaufgabe war zunächst die notwendige Instandsetzung der kommunalen Einrichtungen (Straßen, öffentliche Gebäude, Wasserläufe) und die Wiederaufnahme des Schulbetriebes (Frühsommer 1945).

Nach Verabschiedung einer neuen Hauptsatzung wurde am 18.3.1946 Friedrich Maßolle zum Bürgermeister gewählt.

Als am 10.7.1948 dessen Nachfolger Franz Dicke aus gesundheitlichen Gründen auf das Amt verzichtete, bekam Franz Rieke erneut das Vertrauen ausgesprochen.

Franz Rieke verstarb am 30.10.1984.[20]

11. Friedrich Maßolle (1946)

Friedrich Maßolle wohnte in der Nordstraße 5 (heute Nordstraße 17). Er war der erste gewählte, nicht mehr berufene Bürgermeister nach dem Krieg. Sein Amt trat er am 18.3.1946 an. In der Sitzung am 12. April 1946 teilte der Amtsdirektor dem Gemeinderat mit, dass die Bürgermeisterwahl von der inzwischen britischen Militärverwaltung nicht bestätigt worden sei und neu gewählt werden müsse. „Die Neuwahl wurde jedoch zurückgestellt und Beschwerde eingereicht wegen der versagten Bestätigung. Nachdem die englische Militärregierung mit Wirkung vom 1.4.1946 eine neue Gemeindeordnung erlassen hatte, wurden am 14.5.1946 Franz Dicke zum Bürgermeister und Friedrich Lanhenke als sein Stellvertreter gewählt.“[21]

12. Franz Dicke (1946-1948)[22]

„Franz Dicke war ein außergewöhnlich gutherziger Mann. Er gründete mit vielen anderen im Jahre 1920 den Sportverein SuS und war vom 28.5.1921 bis 2.6.1925 erster Vorsitzender. Als außergewöhnlicher Förderer leitete er vor dem Krieg viele Jahre die Laienspielschar des Vereins, die durch ihre Auftritte eine Menge Geld für den Verein zusammenbrachte. Auf der WLE kümmerte er sich als Leiter der Werkzeugausgabe immer um uns Lehrlinge und brachte uns viel bei“, so Heinrich Knoche.

Und Lorenz Leonhardt schreibt: „Schon vor dem II. Weltkrieg hatte Franz die Interessen der Arbeitnehmerschaft im Gemeinderat vertreten. Bereits an der ersten Sitzung der von der Militärregierung für den 16.5.1945 einberufenen Gemeindevertretung nahm Franz teil. Am 14.5.1946 wurde Franz dann zum Bürgermeister von Westernkotten gewählt. Er war damit der dritte Nachkriegsbürgermeister und der erste aus den Reihen der sozialdemokratischen Arbeiterschaft. Dieser hochintelligente und redegewandte Mann -und dies als Schlosser bei der WLE- litt in der Folgezeit an einer heimtückischen Krankheit. Er musste sein Amt am 10.7.1948 aufgeben. Der Junggeselle starb kurz nach der Vereinsgründung. Er wohnte in der Straße Zur Landwehr.“

13. Heinrich Duwentester (1949-1952)

Heinrich Duwentester wurde am 13.12.1949 zum Bürgermeister gewählt. In seine Amtszeit fällt unter anderem die Gründung der Solbad GmbH am 1.Mai 1950. Damit wurde die Grundlage für die Entwicklung zum heutigen staatlich anerkannten Heilbad gelegt. – Heinrich Duwentester verstarb, noch im Amt, bereits am 23.1.1952.[23]

14. Alois Merschmann (1952-1953)[24]

Zweiter Nachkriegsbürgermeister aus den Reihen der SPD. Alois Merschmann wurde am 22.3.1900 in Westernkotten geboren. Wie sein Urgroßvater Peter, der aus Bettinghausen stammte, war er Schumacher. Seine Eltern waren Zigarrenmacher Franz Merschmann [*3.2.1853 in Westernkotten] und Katharina Lammert [*25.2.1869 in Benteler]. Alois Merschmann war verheiratet mit Klementine Hölscher aus Hoinkhausen [*4.1.1904, +19.7.1975 in Erwitte]. Gemeinsam hatten sie vier Kinder: Heinrich, Franz, Maria[25] und Alois.

Das Wohnhaus der Familie Merschmann stand an der Nordstraße 15[26]. Hier hatte Alois Merschmann im hinteren Anbau auch seine Schusterwerkstatt.

Alois Merschmann wurde direkt nach dem Krieg von der britischen Militärregierung in den Gemeinderat berufen und nahm seit dem 16.5.1945, der 1.Sitzung, an der Leitung der Gemeinde teil.

Zum Bürgermeister wurde er am 12.2.1952 nach dem Tod des bisherigen Bürgermeisters Duwentester gewählt. Wenig später, im Juni 1952, gründete Merschmann mit 10 anderen Genossen den SPD-Ortsverein Westernkotten. Nach der Kommunalwahl am 9. November 1952 fand im Gemeindevorstand am 18.11.1952 erneut die Bürgermeisterwahl statt: Alle 10 Stimmen fielen auf Alois Merschmann, also auch die von CDU, BHE und Zentrum.

Alois Merschmann hat sich besonders für die Verbesserung der Wohnraumsituation und die Kanalisation in Westernkotten eingesetzt. Die ersten Planungen für die Fredegrassiedlung und die Vergabe der meisten Bauplätze dort fielen in seine Amtszeit.

Nach erheblichen Vorwürfen im Zusammenhang mit einer Zwangsräumung einer Mieterin, die beim Gemeindevorsteher Franz Hense vorgenommen wurde, erklärte Alois Merschmann in der Gemeinderatssitzung am 5.10.1953 seinen sofortigen Rücktritt, blieb aber als Gemeindevertreter weiter im Amt. Hier kandidierte er 1956 noch einmal für das Amt des Bürgermeisters, erhielt aber gegen die CDU-Mehrheit und deren Kandidaten Erich Riekenbrauck nur 5 von 6 Stimmen.

Alois Merschmann verstarb 75-jährig am 24.1.1976 in Erwitte, nur ein halbes Jahr nach dem Tod seiner Frau.

15. 1953-1956 Josef Westerfeld

Bauer Josef Westerfeld war Mitglied der CDU und stammte aus der Schützenstraße. Schon unter seinem Vorgänger, Bürgermeister Alois Merschmann, war er stellvertretender Bürgermeister. Als Merschmann am 5.10.1953 zurücktrat, war seine Stunde gekommen: in der Sitzung am 9. November 1953 wurde er mit 7 Stimmen bei 3 ungültigen Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt; sein Vertreter wurde Ludwig Leonhardt von der SPD. Am 7.11.1956 wurde sein Nachfolger Erich Riekenbrauck gewählt. In seine Amtszeit fallen der Bau der Brücke über die Gieseler an der Nordstraße und die Errichtung der ersten Siedlungshäuser im Fredegras. Josef Westerfeld verstarb am 24.1.1983.

16. Erich Riekenbrauck (1956- 1957)

Bei der Gemeinderatswahl am 28.10.1956 hatte die CDU 53,1% der Stimmen und damit 6 Sitze im Gemeinderat gewonnen. In der Sitzung am 7.11.1956 wurde mit 6 gegen 5 Stimmen ihr Kandidat Erich Riekenbrauck zum neuen Bürgermeister gewählt, der bisherige Bürgermeister Westerfeld wurde mit gleichem Stimmergebnis sein Stellvertreter.

In Riekenbraucks Amtszeit fallen die Verhandlungen über den Erwerb der ehemaligen Gastwirtschaft Besting, die seinerzeit noch neben der heutigen Apotheke – also mitten im heutigen Straßenraum – stand.

Darüber hinaus konnte Riekenbrauck keine großen Akzente mehr setzen, denn er verstarb bereits am 28.1.1957, also gerade mal zweieinhalb Monate nach seinem Amtsantritt. Seine Nachfolger als Gemeinderatsmitglied wurde Heinrich Eickmann jun.

Die Erinnerung an Erich Riekenbrauck bleibt gespalten, denn in der nationalsozialistischen Zeit war er als Lehrer an der Josefsgrundschule in Lippstadt dem damaligen Zeitgeist durchaus zugänglich gewesen. Später hat er sich aber davon klar distanziert.Heinrich Knoche schreibt: „Er war für uns Jugendlichen ein sehr umgänglicher Mann, den man um Rat fragen konnte.“

17. Anton Schäfermeier (1957- 1964)

Anton Schäfermeier gehörte bereits seit 1952 dem Gemeinderat von Westernkotten an. In der Sitzung am 22.3.1957 wählte ihn der Gemeinderat bei einer Stimmenthaltung einstimmig zum Nachfolger des im Januar verstorbenen Erich Riekenbrauck.

1958 konnte Westernkotten mit Anton Schäfermeier an der Spitze eine gelungene 700-Jahr-Feier begehen, in deren Verlauf unter anderem die neue Schützenhalle eingeweiht und der Titel „Bad“ verliehen wurde.

Seine Schreinerei verlagerte er Ende der 1950er Jahre von der Bruchstraße 16 an den Rand von Bad Westernkotten, Bruchstraße/Ecke Wagenfeldstraße. Am ursprünglichen Betriebsstandort wurde die Gaststätte Schäfermeier, im Volkmund „Spänebar“ eröffnet.

1961 errang die CDU bei der Kommunalwahl am 19.3. erneut die absolute Mehrheit, so dass auch der Bürgermeister wieder Anton Schäfermeier hieß.

In dieser Amtszeit allerdings traten in der CDU Uneinigkeiten auf, und es kam zur Gründung einer Unabhängigen Wählergemeinschaft, der UWG. So rutschte die CDU bei der Kommunalwahl am 27.9.1964 auf unter 30 Prozent. Damit war das Ende der Amtszeit von Anton Schäfermeier gekommen. Er verstarb wenig später, und zwar am 31.12.1964.

18. Josef Brock (1964-1975)

Im „Patriot“ erschien am 18.11.1999 der folgende Nachruf, der das Wirken von Josef Brock knapp zusammenfasst:

„…Am Samstag, dem 13. November 1999, verstarb im Alter von 83 Jahren Altbürgermeister Josef Brock aus Bad Westernkotten. Der Verstorbene, geboren am 19.3.1916, gehörte seit 1956 als Mitglied der SPD der Vertretung der damals noch selbständigen Gemeinde Bad Westernkotten an. Von 1964 bis zur kommunalen Neugliederung 1975 bekleidete er das Amt des Bürgermeisters von Bad Westernkotten. In dieser Zeit kaufte die Gemeinde unter seiner Regie unter anderem von Baron von Papen den Bomhof. Damit wurde der Grundstein gelegt für eine geordnete städtebauliche Entwicklung im Bereich zwischen Kirchplatz und Schäferkamp gelegt, so dass dort u. a. der Sportplatz, die Sport- und Schwimmhalle, die Schulen und andere öffentliche Einrichtungen zentral und gut erreichbar untergebracht werden konnten.

Auch die Anlegung des Forellenweges entlang der Gieseler als Verbindung zwischen Muckenbruch und Kurpark ist eine der besonderen Leistungen von Josef Brock. Engagiert setzte er sich auch für den Hochwasserschutz für Bad Westernkotten und Lippstadt ein. Seine besondere Aufmerksamkeit galt dem Kurort, wo er besonders durch seine engen Verbindungen zum damaligen Sozialminister Figgen die staatliche Anerkennung als Heilbad erreichte, die 1975 ausgesprochen wurde.

Daneben gehörte Josef Brock von 1960 bis 1974 auch der Amtsvertretung des damaligen Amtes Erwitte an, von 1969 bis 1974 war er auch Mitglied im Kreistag und von 1975 bis 1979 Mitglied im Rat der Stadt Erwitte. – Als Dank und Anerkennung für sein vielfältiges Engagement erhielt er im Januar 1983 das Bundesverdienstkreuz aus der Hand des damaligen Landrates Josef Raulf. Neben der Politik engagierte sich Josef Brock von 1961 bis 1987 im Aufsichtrat der Volksbank Bad Westernkotten, im Sportverein SuS, im Schützenverein, wo er 1957 Schützenkönig war, im Kaninchenverein und bei der AWO…“

Und Heinrich Knoche schreibt: „Josef Brock war einer der besten Fußballspieler im SuS und Vorbild für die ganze Mannschaft. Er hat wohl nie eine Rote Karte gesehen.“

20. Alfred Beste (1975-2004)

Alfred Beste (*30.3.1939, verheirat mit Leni Beste geb. Becker, drei Kinder) hat insgesamt 29 Jahre an der Spitze von Bad Westernkotten gestanden, damit war er noch vier Jahre länger im Amt als Reinhard Jesse. Beste übernahm seine Aufgabe am 26.6.1975 direkt nach der kommunalen Neuordnung, als Bad Westernkotten nach Erwitte eingemeindet wurde und seine Selbständigkeit einbüßte. Mit viel Herzblut wusste er in Rat und Verwaltung der Stadt Erwitte die Interessen „seines“ Stadtteils zu vertreten.

In seiner Amtszeit hat sich vor allem das Heilbad ganz enorm entwickelt. In der Solbad war Alfred Beste lange Zeit Mitglied in der Gesellschafterversammlung und im Aufsichtsrat.

Die Bevölkerung Bad Westernkottens stieg während seiner Amtszeit von  2750 Anfang 1975 auf über 4100 im Jahre 2004. Sein Steckenpferd war immer die Bauleitplanung. Gemeinsam mit den Ratsmitgliedern aus Bad Westernkotten war er ständig bestrebt, das Erscheinungsbild des Ortes weiter zu verschönern. 1976 sorgte er für die Gründung des Fördervereins Bad Westernkotten, der mit ihm als Geschäftsführer zunächst die Friedhofshalle baute und sich darüber hinaus bis heute tatkräftig engagiert. 1987 schrieb er einen umfassenden Beitrag über die Entwicklung Westernkottens nach 1949 für das Heimatbuch „Bad Westernkotten. Altes Sälzerdorf am Hellweg“. Als 1994 die Festschrift zum 300-jährigen Bestehen des Schützenvereins erschien, zählte er ebenfalls zu den tatkräftigsten Autoren. Wichtige öffentliche Hochbauten, die während seiner Amtszeit verwirklicht wurden, sind das Umkleidegebäude des SuS (1976 eingeweiht), das neue Feuerwehrgerätehaus (1979), die Hellweg-Sole-Thermen (1981), die Norderweiterung der Schützenhalle und das Sport- und Freizeitgelände im Hockelheimer Feld.Er scheute sich vor keiner Arbeit und packte mit an, ob mit Sense, Spaten oder dergleichen.

– Im gesellschaftlichen Bereich ist zu erwähnen, dass er 1978/79 Schützenkönig von Bad Westernkotten war, sich im Heimatverein besonders bei der Sanierung der Schäferkämper Wassermühle engagierte und zu den Gründungsmitgliedern des Skatvereins zählt. – Nach dem Ende seiner politischen Arbeit setzte sich Alfred Beste engagiert für die Belange des Fußballvereins SuS ein.

21. Wolfgang Marcus (2004- heute)

Wolfgang Marcus wurde am 18.11.1955 in Westernkotten geboren. Sein Vater Wolfgang (*24.2.1927) stammt aus Dortmund, seiner Mutter Hildegard (*4.2.1926, + 8.9.1977) aus dem Hause Niggenaber auf dem Schäferkamp.

Seit 1982 ist er Lehrer am Evangelischen Gymnasium Lippstadt für katholische Religion und Erdkunde. Seit 1985 ist er Mitglied der SPD, seit 1989 Ratsmitglied und zugleich Vorsitzender des städtischen Planungs- und Gestaltungsausschusses. In seiner Freizeit engagiert er sich in der Kirchengemeinde und beschäftigt sich mit der Heimatgeschichte.

Wolfgang Marcus ist mit Annette geb. Becker (*20.2.1958) verheiratet. Gemeinsam haben sie drei Kinder, Jan (*1983), Andreas (*1986) und Daniel (*1988). Unter dem Motto „Gemeinsam für Bad Westernkotten“ versucht er, Gegensätze zu überwinden, das gemeinsame Engagement zum Wohle Bad Westernkottens zu fördern, um so den hohen Wohn- und Lebensstandard im staatlich anerkannten Heilbad zu erhalten.


[1] Bestand der Gemeinde Westernkotten

[2] Nachlass Eickmann im Stadtarchiv Erwitte, Nr. 38

[3] Vgl. seine Amtsauffassung im 1. Protokollbuch der Gemeinde, S. 2-3

[4] vgl. Marcus, Wolfgang, Rentmeister Franz Erdmann, Eine (noch unvollständige) Lebensbeschreibung, in: Aus Kuotten düt und dat, 1992, Nr. 45

[5] vgl. Sterberegister [im Kirchenbucharchiv Paderborn] der kath. (!) Kirchengemeinde Erwitte, Bd. 13, S.114, laufende Nummer 152

[6] Im genannten Einwohnerverzeichnis wird noch ein weiterer Franz Hense genannt, der in der Aspenstraße 9 wohnte und Müller war. Da an Ort und Stelle aber keine Mühle bestand, kann er nur Pächter einer Mühle gewesen sein und kommt von daher meines Erachtens als Gemeindevorsteher nicht in Frage.

[7] gekürzter Ausschnitt aus meinem Aufsatz zur Erbsälzerfamilie Löper in den Heimatblättern 1997, S.65-78

[8] 300 Jahre Schützenverein Bad Westernkotten, Lippstadt 1994, S.16/17

[9] Angaben aus der „Urwählerliste“ 1864, vgl. dazu meinen Aufsatz in den Heimatblättern 1993

[10] Adressbuch des Kreises Lippstadt und Umgebung 1925/26 [ein Exemplar im Stadtarchiv LP]

[11] die Aussagen sind dem Aufsatz über die Erbsälzerfamilie Löper in den Heimatblättern von 1997 entnommen.

[12] Vgl. sog.  Urliste von 1864, S. 14

[13] Angaben auf dem Totenzettel

[14] nach der Bibliographie zu Bad Westernkotten, angelegt von Wolfgang Marcus

[15] vgl. Alfred Beste, Die kommunalpolitische Entwicklung von 1949 bis heute, in: Bad Westernkotten. Altes Sälzerdorf am Hellweg, Lippstadt 1987, S. 251f., hier S. 262

[16] vgl. Marcus, Wolfgang, Das Standesamt in (Bad) Westernkotten, in: Heimatblätter 1988, S. 142ff., hier S. 143

[17] Lanhenke, Egbert, Der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde Bad Westernkotten, in: Festschrift zum 100jährigen Bestehen der kath. Kirchengemeinde Bad Westernkotten, Anröchte 2002, S. 162ff, hier S. 165

[18] Patriot vom 25.10.1967

[19] Regenbrecht, Josef, im Heimatbuch 1987, S.247

[20] Beste, Alfred, im Heimatbuch 1987, S.253

[21] Regenbrecht, aaO, S. 247

[22] Text entnommen aus: Leonhardt, Lorenz, Was waren das für Männer? Die Gründungsmitglieder des SPD-Ortsvereins Bad Westernkotten, in: Jahrbuch Bad Westernkotten 2010, S.125-128, hier S. 126

[23] Beste, Alfred, im Heimatbuch 1987, S.253

[24] vgl. zu Merschmann auch den Beitrag von Lorenz Leonhardt: Was waren das für Männer? Die Gründungsmitglieder des SPD-Ortsvereins Bad Westernkotten, in: Jahrbuch Bad Westernkotten 2010, S.125-128

[25] geboren 2.9.1931, verheiratet mit Josef Adämmer (*27.10.1924, +12.11.1979), seit 1982 mit dem Vater des Verfassers, Wolfgang Marcus (*24.2.1927)

[26] heute wird dieses Haus noch von seiner Enkelin Beate Krüger und ihrem Mann Joachim bewohnt