Spielgruppen, 1982-94

1982-1994: Seit 12 Jahren Spielgruppen in Bad Westernkotten

von Annette Marcus

[aus: Aus Kuotten düt und dat 1994, Nr. 77]

Von dem Gedanken getragen, ihren Klein­kindern schon vor dem Kindergarten soziale Kontakte zu ermöglichen, bildete sich im Oktober 1982 auf Initiative von Frau Erna Becelewski die wahrscheinlich erste Spielgruppe in Bad Westernkotten. Zu die­ser Runde gehörten weiterhin die Frauen Laußmann, Schlüter, Lutterbüse, Münch, Wagener-Meisa, Wolfförster und Fränzer. Die wöchentlichen Treffen fanden damals im Paul-Gerhardt-Haus statt. Die Gruppe bestand bis ca. 1986. Interessant ist, dass sich die Mütter bis heute noch in regelmäßi­gen Abständen treffen.

Auf Initiative von Marlies Brock entstand dann 1986 eine 2. Gruppe, die sich im Jo­hannes-Haus traf. Sie nannte sich „Mutter-Kind-Gruppe“ und war der kath. Frauengemeinschaft angeschlossen. Die Gruppe existierte bis zum Frühjahr 1989.

Parallel dazu entwickelte sich im Sommer 1987 auch im Paul-Gerhardt-Haus wieder eine Spielgruppe, die von der Erzieherin Anja Wiedemann geleitet und später von Dorothee Kruggel fortgesetzt wurde.

Aufgrund umfangreicher Renovierungsar­beiten im Paul-Gerhardt-Haus wechselte diese Spielgruppe ins Johannes-Haus, und Anette Sellmann und Annette Marcus über­nahmen die Leitung. Das schon vorher unter Marlies Brock angeschaffte Spiel­zeug konnte die Gruppe übernehmen. Eine großzügige Spende der Sparkasse Erwitte­-Anröchte ermöglichte es, diesen

Spielzeugbestand weiter zu komplettieren. Auch diese Gruppe, die bis heute besteht, läuft in Trägerschaft der kfd. Jeweils diens­tags von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr kommen im Durchschnitt ca. 17 Frauen mit ihren Kin­dern in den Gruppenraum im Keller des Johannes-Hauses. Insgesamt gehören zur Gruppe etwa 30 Erwachsene mit ihren Kin­dern.

Erst langsam lernen die Kinder, miteinan­der zu spielen, machen dabei aber wichtige soziale Erfahrungen. Genau so wichtig ist den Gruppenleiterinnen aber auch der Kon­takt und das Gespräch der Mütter (ganz selten sind auch Väter anwesend!) unter­einander. Gerade für viele Neuzugezogene ist die Spielgruppe somit ein wichtiger Ort der Begegnung und der Eingliederung in die örtliche Gemeinschaft.

Nach dem Freispiel der Kinder findet immer ein gemeinsames Frühstück statt; einige Kreis- und Fingerspiele beenden den Mor­gen.

Im Sommer zieht es die Gruppe bei schö­nem Wetter hinaus auf die Spielplätze, und auch eine Kutschfahrt steht jedes Jahr auf dem Programm.

Im Winterhalbjahr werden Laternen zu St. Martin gebastelt; eine Nikolausfeier und ein bunter Festreigen zum Karneval sind weite­re Höhepunkte.

Um den Kontakt der Mütter untereinander zu festigen, treffen sie sich ca. 2-3 Mal im Jahr abends ohne Kinder in gemütlicher Runde. Dass die Gruppe mittlerweile zu ei­nem festen Bestandteil der Gemeinde geworden ist, zeigt sich auch darin, dass sie bereits zu mehreren Anlässen der kfd „auf­getreten“ ist.

– Erfreulich ist, dass sich im Sommer 1993 unter der Leitung von Astrid Kleine-Tebbe aufgrund der großen Nachfrage auch im Paul-Gerhardt-Haus wieder eine „Krabbelgruppe“ gebildet hat, die jeweils donnerstags um 10 Uhr zusammenkommt. Etwa 14 Frauen mit ihren Kindern gehören dazu. Nach Kreisspielen und gemeinsa­mem Kaffeetrinken stehen hier zumeist Spiele zur Bewegungsförderung auf dem Programm.