SuS 1920-2007

Zur Geschichte des Spiel- und Sportvereins Bad Westernkotten 1920 -200’7

Von Heinrich Knoche, Bad Westernkotten

Vorwort: Im Gründungsjahr 1920 gab es bei den Behörden und auch bei vielen Bürgern noch nicht das rechte Verständnis für den Sport, insbesondere für den Fußballsport, sodass die Gründer des Vereines viele Schwierigkeiten beiseite räumen mussten. Rückschläge gab es immer wieder, bis in die heutige Zeit. Es ist bestimmt nicht entscheidend für den Wert eines Vereins, welchen Tabellenplatz seine erste Mannschaft einnimmt oder wie viel Pokale das Clubheim zieren. Viel wichtiger ist es, dass die sportliche Gemeinschaft unseren alten Idealen treu bleibt und dass in ihrem Kreise wirklicher Sportgeist herrscht. Einer allein kann nicht Fußball spielen: “ Elf Freunde müsst ihr sein, um Siege zu erringen.“

 

Die Gründungsmitglieder des Spiel- und Sportvereins e.V. Westernkotten

 

Gegründet am 22. Februar 1920

 

von Engelbert Jesse

Franz Köhne

Franz Dicke-Lips

Franz Dicke-Röttger

Wilhelm Kreling

Heinrich Duwentester

Josef Besting

Bernhard Knoche

Wilhelm Johannknecht

 Die 1. Vorsitzenden des SuS 1920 Bad Westernkotten
 1 ab 22. Februar 1920 Engelbert Jesse +
 2 28. Mai 1921 Franz Dicke +
 3 07. Juni 1925 Karl Tigges +
 4 02. August 1937 Franz Kerkhoff +
 5 23. Dezember1945 Theo Schmidt +
 6 20. März 1948 Kurt Sauer +
 7 1949/50   Franz Kerkhoff +
 8 1951/52   Josef Besting +
 9 1953/60   Theo Schmidt +
 10 1961/62   Bernh. Speckemeier +
 11 30. April 1963 Theo Schmidt +
 12 05. August 1967 Paul Malinka
 13 17. August 1968 F.-Josef Spiekermann
 14 25. Juni 1976 Paul Westermann
 15 09. Oktober 1981 Heinz Aring
 16 30.Juni 1982 Johannes Knoche
 17 17. Januar 1992 Alfons Eickmann
 18 17. Juli 1996 Bernhard Westerfeld
 19 31. Januar 1998 Helmut Rietze
 20 22. März 2002 Josef Ammelt
 21 31. März 2005 Dietmar Thiel

1920 – 1939

Nach dem ersten Weltkrieg 1914/18 war auch die Westernkötter Jugend sehr sportbe­geistert. 1919 spielte eine Westernkötter Mannschaft, aufgestellt von dem damaligen Metallarbeiter-Gewerkverein HD, auf dem ehemaligen Teutonenplatz am Rüsing in Lipp­stadt.

Einige Westernkötter spielten bei der Westfalia in Erwitte, deren Verein schon bestand. Daraufhin wurde am 22. Februar 1920 im Gasthof Besting (der jetzigen Apotheke, Aspenstraße 4) der „Spiel und Sportverein 1920 Westernkotten e.V.“ gegründet. Ihm gehörten eine Fußball- und Leichtathletik-Abteilung an.

Nach kurzer Zeit hatte der Verein schon 50 zahlende Mitglieder. Gespielt wurde auf dem Platz an der Schützen­halle, in dem in der Mitte des Spielfeldes eine alte Linde stand, welche nicht gefällt wer­den durfte. Wegen dieser Linde wurde der Fußballplatz 1921 an die Westernkötter Steinkuhle am Sauerländer Weg verlegt. Für die Leichtathleten wurde der erste Diskus und ein Speer gekauft.

Schon 1923 zog eine schwere Krise, hervorgerufen durch die Inflation, auf. In der Ver­sammlung am 19. August wurde der Monatsbeitrag auf den Preis eines großen Glases Bier festgelegt. Am 30. August zahlte man 65.000 Mark, im September 100.000 Mark. Das Vereinsvermögen betrug am Ende der Inflation 56.865.202.590.627,00 Mark, in Worten gesagt 56 Billionen, 865 Milliarden, 202 Millionen, 590 Tausend, 627 Mark und 0 Pfennig. Das waren in der neuen Währung 56,87 Goldmark. Am 1. Januar 1924 fing man finanziell mit 0,60 Goldpfennig ganz von vorne wieder an.

1925 wurde eine Theaterabteilung gebildet, die den Verein bis 1953 finanziell stark unter­stützen konnte. 1928 wurde der Spielbetrieb wieder auf dem Schützenplatz zurückver­legt.

Die Leichtathleten konnten beim 5.000-m-Waldlauf in Lippstadt den ersten Platz in der Mannschaftswertung erringen. 1929 gewann unsere Fußballmannschaft auf neutralem Platz in Geseke das Aufstiegsspiel gegen Lippspringe mit 1:0 und stieg somit in die 2. Bezirksklasse auf. Die Leichtathleten erkämpften sich beim 3.000 m Waldlauf den 2. Platz.

1932: Neuer Sportplatz an der Bruchstraße

Ab 1932 spielte der SuS endlich auf dem neu angelegten „Sportplatz am Springbrun­nen“. 1933 gab es eine neue Fußball-Klassen-Einteilung. Der SuS stieg in die Kreisklas­se ab. Es gab drei Kreisklassen. 1936 stieg die Fußballmannschaft in die 1. Kreisklasse auf, die sich bis in das Weserbergland ausdehnte (Höxter, Beverungen-Willebadessen, Batzen usw.). Da die Finanzen für diese weiten Fahrten nicht aufgebracht werden konnten, stellte der Verein den Antrag an den Verband freiwillig in die 2. Kreisklasse ab­zusteigen. Dazu erklärte der Verband, dass dann die Mannschaft ein Jahr gesperrt wür­de, und danach in der 3.Kreisklasse neu beginnen müsste. Dieses lehnten die Aktiven des SuS ab, und unter größten persönlichen Opfern wurde der Spielbetrieb in der 1. Kreisklasse erfolgreich aufrechterhalten.

 

Krieg- und Nachkriegszeit

1939 brach am 1. September der zweite Weltkrieg aus. Fast alle Spieler wurden einge­zogen. Es herrschte nur noch minimaler Spiel betrieb, nur die Schüler- und Jugend­mannschaft spielte noch bis 1944. Endlich war am 8. Mai 1945 der Krieg zu Ende. Viele Sportler waren gefallen, vermisst oder noch in der Gefangenschaft. Heimgekehrte, Eva­kuierte und Vertriebene taten sich zusammen und mit freiwilligen Spenden von 232,30 RM fing man schon am 7. Oktober 1945 wieder an zu spielen.

U.a. spielte man auch gegen englische und belgische Mannschaften, auch gegen die „roten Falken“ aus Detmold, die zu den besten der Besatzungsmacht gehörte. Leider blieb 1947 der Aufstieg durch das unglücklich verlorene Aufstiegsspiel gegen Rüthen am 5. Oktober auf dem neutralen Borussenplatz versagt, der SuS konnte nicht in die Bezirksklasse aufsteigen. Unvergessen bleiben die Spiele gegen Essen-Karnapp, Dort­mund-Hörde, Hamborn, Sennelager, Gütersloh usw.

Bis 1949 spielten mehrere englische Soldaten in unserer Mannschaft, diese waren spielberechtigt für die Meisterschaft. Die 1. Handballmannschaft wurde aufgestellt, musste aber 1949 den Spielbetrieb wieder einstellen, weil keine Gegner mehr da waren. 1950 stieg die 1. Fußballmannschaft in die Bezirksklasse auf, 1952 wieder in die 1. Kreisklasse ab. 1960 Wiederaufstieg in die Bezirksklasse mit nur drei Verlustpunkten und neun Gegentoren!

In der Festwoche spielte diese Mannschaft gegen die Amateure des 1. FC Schalke 04. Aber 1961 musste der SuS schon wieder absteigen, bedingt durch übermäßige Verlet­zungen einiger Stammspieler. Da die nachrückenden Jugendspieler aber sehr stark wa­ren, stiegen wir 1962 abermals in die Bezirksklasse auf. Bis 1965 konnte sich der SuS in der starken Bezirksklasse behaupten, musste dann aber mit Soest und Erwitte in die Kreisklasse zurück.

Gründung der Altliga und einer Jugendabteilung

1965 wurde auch die jetzige Altliga gegründet, die bis heute sehr rege am Spielbetrieb teilnimmt, und kameradschaftlich und gesellschaftlich gut arbeitet.

Die Jugendmannschaft war so stark, dass sie sich qualifizieren konnte und in die Lei­stungsklasse aufstieg. Bis zum heutigen Tage spielen Knaben, Schüler und Jugend­mannschaften des SuS zum Teil in höheren Klassen mit. Dieses ist den Leitern und Trainern der Jugendabteilung zu danken, die sich immer wieder für die Belange ihrer Jugendlichen einsetzten. Über 15 Jahre veranstalteten sie u. a. das „Spiel ohne Gren­zen“ zur Aufbesserung der Abteilungskasse.

1967 schloss der Gasthof Besting nach 47 Jahren. Zum neuen Vereinslokal wurde die Gaststätte Schäfermeier in der Bruchstraße gewählt. Auf den Sälen Kemper und Dietz wurden von 1949 bis in die 60-iger Jahre Sport- und Karnevalsbälle gefeiert, in den Sommermonaten machte man. einen Ausflug und es wurde bis 1983 jedes Jahr ein Sportfest gefeiert.

1967: Leichtathletikabteilung neu gegründet

1967 wurde die Leichtathletikabteilung neu gegründet, die bis heute einen stetigen Zu­spruch aufweist. Sie kann jedes Jahr eine steigende Anzahl Deutscher Sportabzeichen auf ihrer im Winter stattfindenden Sportschau verleihen. Die Abteilung Trampolin nahm bereits in den 90-iger Jahren an den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt, Berlin und Pinneberg teil.

1968: Neuer Sportplatz „Am Zehnthof“

Am 23. Juni 1968 wurde der neue „Sportplatz am Zehnthof‘ seiner Bestimmung überge­ben. 1970 zählte der SuS 432 Mitglieder, die Flutlichtanlage für den winterlichen Trai­ningsbetrieb wurde erstellt und der SuS konnte sein 50-jähriges Bestehen begehen. In der Festwoche gratulierte dem SuS u. a. der 1. Vorsitzende des FL VW Jakob Koenen aus Lippstadt und betonte in seiner Ansprache, dass sich die Gemeinschaft des SuS in fünf Jahrzehnten immer wieder bewährte und genug Zusammenhalt vorhanden war, um sich auch in schwierigen Zeiten zu behaupten, die kaum einem unserer traditionsreichen Vereine erspart blieben. Der SuS könne mit besonderem Stolz sein Goldjubiläum feiern.

Die noch lebenden Vereinsgründer wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Dieses waren Franz Rustige, Wilhelm Kreling, Bernhard Knoche und Wilhelm Johannknecht. Dazu der um den SuS verdiente Karl Tigges.

1971 beschloss die Gemeindevertretung mit dem Ausbau der Schule auch die Turnhal­le, das Lehrschwimmbecken und die Umkleide- und sanitären Räume zu bauen, die da­nach von allen Sportabteilungen des SuS genutzt wurden.

1976: Handballabteilung

1976 wurde die Handballabteilung gegründet. 1980 wurde die erste Bandenwerbung am Sportplatz angebracht. 1981 verlor unsere 1. Mannschaft das Aufstiegsspiel gegen Lipperbruch auf dem neutralen Borussenplatz und blieb weiterhin in der 1. Kreisklasse. 1986 wurde die Tribüne gebaut und eingeweiht. Verdiente Mitglieder des SuS wurden mit der silbernen Nadel des LFVW ausgezeichnet. 1990 stieg die 2. Mannschaft in die 3. Kreisklasse ab. Die 1. Mannschaft war Vizemeister unter Suttrop.

Das ,,70 jährige“ Bestehen des SuS wurde mit Spielern aller Abteilungen und der gelb­schwarzen Nacht in der Schützenhalle gefeiert. Neben der Verleihung von Vereins- und Ehrennadeln wurden Lorenz Brexel und Josef Brock zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Verein zählte jetzt 1.000 Mitglieder.

1991 war ein großes Jahr sportlicher Erfolge, denn die 1. Mannschaft stieg nach nun­mehr 29 Jahren wieder in die Bezirksklasse auf und gewann auch die DFB-Pokalspiele auf Kreisebene gegen Erwitte, Borussia und Suttrop und spielte jetzt um den DFB-Pokal auf Landesebene. Nach dem Aufstiegssieg gegen Cappel 3:1 fuhr man in offenen Pfer­dekutschen nach Hause und feierte. Die 2. Mannschaft stieg in die 2. Kreisklasse auf. Am 26. Mai war das letzte Heimspiel der Serie in der Kreisklasse. Mit Freibier und Mu­sikkapellen wurde auf dem hiesigen Sportplatz ausgiebig gefeiert. Dann fand am 7. Juli die Aufstiegsfeier des SuS in der Schützenhalle statt. Die Spieler beider Mannschaften wurden mit einer Plakette ausgezeichnet. Franz Kerkhoff und Josef Besting wurden zu Ehrenmitgliedern des SuS ernannt, außerdem wurden noch mehrere Vereinsmitglieder mit Gold- und Silbernadel des SuS ausgezeichnet.

1994: Tennisabteilung gegründet

1994 wurde die Tennisabteilung gegründet. Diese konnte schon 1995 drei Spielfelder und ihr in Eigenleistung erbautes Clubhaus im Hockelheimer Feld einweihen. Heute be­sitzt diese Abteilung des SuS fünf bespielbare Felder und hat den Antrag um Erweite­rung zweier Felder gestellt.

Die Fußballer des SuS Bad Westernkotten :sind mit ihrem Trainer Hubert Sinder (hinten links) gerade in die Landesliga aufgestiegen. Das passte natürlich um Vereinsjubiläum.

1995 im ,,75 jährigen“ Bestehen des Spiel und Sportverein 1920 e.V. Bad Westernkot­ten, konnte auch der größte Triumph des SuS gefeiert werden, denn die 1. Mannschaft stieg in die Landesliga auf, welche sich von Warendorf bis Marsberg und Warburg bis Ahlen erstreckt. Zum ersten Mal erschien die Stadionzeitung der „SuS Express“ mit ei­ner Auflage von 250 Stück. Im Sportheim wurde eine stationäre Kühlanlage erstellt. 1995 wurde der Fanclub zur finanziellen Unterstützung der Fußballer ins Leben geru­fen, Jahreseintrittskarten wurden angeschafft usw.

1998 stieg die 2. Mannschaft in die 1.Kreisklasse auf, nachdem sie im Vorjahr Vizemei­ster war, und die Ausscheidungsspiele auf neutralem Platz (Völlinghausen) gegen Kal­lenhardt verlor.

1998 und 1999 wurde die Sportmedaille der Stadt Erwitte an ehrenamtliche Mitglieder unseres Vereins verliehen und der DFB zeichnete diese Leute ebenfalls mit goldenen Vereinsnadeln und Urkunden aus.

Die Leichtathletikabteilung wurde um eine Reha-Sportgruppe erweitert.

1999: Neuer Trainingsplatz „Im Hockelheimer Feld“

1999 wurde der neue Trainingsplatz am „Schottenteich“ in Betrieb genommen, aus dem Platz „Am Springbrunnen“ wurden Bauplätze. Unsere 1. Mannschaft ging im Jahre 2001 in das sechste Jahr der Landesliga-Zugehörigkeit. Die Ausgaben hierfür wurden immer höher, es spielten und spielen fast nur noch ortsfremde Fußballer in der 1. Mannschaft des SuS. Dieses ist in den höher spielenden Vereinen der Trend.

Seit vielen Jahren wird im Februar ein Karnevalsball in der Schützenhalle veranstaltet, der sehr gut und von vielen auswärtigen Jugendlichen besucht wird. Die Einnahmen und die der Bandenwerbung, des Fanclubs, Spenden, Platzeinnahmen, Bewirtungen, die ehrenamtlichen Helfer und Sponsoren decken die Kosten der Mannschaften, Trainer und Schiedsrichter usw. Dank der umsichtigen Vereinsführung ist die Finanzlage des Vereins in Ordnung.

Der Gesamtverein hatte im Jahr 2001 1.358 Mitglieder. Jede Abteilung hatte einen eigenen Vorstand, arbeitete selbständig und bekam anteilsmäßig Zuschüsse der Stadt usw. Folgende Abteilungen waren vertreten: Fußball mit der Jugend-Senioren-Alte Herren, die Leichtathletik mit Trampolin- und Reha-Sport, Handball und Tennis. Dem Handball, dem Jugendfußball und der 2. Mannschaft fehlten leider die Nachwuchsspieler, so dass mit den Nachbarorten kooperiert werden musste.

Das Jahr 2001 brachte für den SuS noch einige überraschende Entschlüsse. Am 22. Mai trat der 1. Vorsitzende Helmut Rietze aus persönlichen Gründen zurück. Die 2.Fußball-Mannschaft stieg in die 2. Kreisklasse ab. Die Handballmannschaft meldete ihren Spielbetrieb ab. Die Spielgemeinschaft „Erwitte 2000“ wurde gegründet, in der alle jungen Fußballspieler aus den Erwittern Ortsteilen zusammengefasst sind und jeweils die Mannschaften bilden. Der Etat des Gesamtvereins wird immer umfangreicher, die Auflagen des Finanzamtes sind korrekt zu beachten.

2002: Ausgliederung der Leichtathletik- und Tennisabteilung

Da ein neuer Vorsitzender nur schwer gefunden werden konnte, fasste der Gesamtvor­stand den Entschluss, die Leichtathletik und die Tennisabteilung aus dem SuS aus­zugliedern. Nach intensiven Beratungen der Abteilungsvorstände, des Hauptvorstandes, des Ältestenrates und des DFB wurden diese Vorschläge auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 30. November 2001 vorgestellt. Nun stellten die Abteilungen Leichtathletik-Reha- Turnen und Handball die Anträge zur Ausgliederung aus dem Ge­samtverein. In einer zweiten außerordentlichen Generalversammlung am 18. Januar 2002 wurden die Anträge von der Versammlung einstimmig angenommen!

Dies bedeutet, dass der SuS nach 82 Jahren ein reiner Fußballverein ist, der auf seiner Generalversammlung im März 2002 eine neue Satzung annahm und seinen Vorstand neu wählte.

Am 23. Februar 2002 gründete die ausgegliederte Leichtathletikabteilung des SuS den neuen Verein unter dem Namen „Sportverein Aktive. V. Bad Westernkotten“. Am 15. März 2003 wurde die ehemalige Abteilung Tennis als neuer Verein unter dem Namen „TC Bad Westernkotten“ gegründet.

Über 82 Jahre Spiel und Sportverein bedeuten, Verpflichtung für Vorstand, Spieler und Mitglieder aller bestehenden Abteilungen die Tradition zu wahren um in Zukunft den Verein weiter zu festigen und zum Wohle des Spiel und Sportvereins Bad Westernkotten und der beiden neuen selbständigen Vereine beizutragen!     .

Durch die Aufteilung minderte sich die Mitgliederzahl des SuS auf 420. Im Seniorenbe­reich zählte man noch 300; dort spielen vier Mannschaften, die „Alten Herren“, die 1., 2. und 3. Mannschaft. 120 Mitglieder sind Jugendliche; aktiv davon sind die A, B, C, D, E, F und G-Mannschaften, die aber in Kooperation mit den Nachbarorten spielen.

Unsere 1. Mannschaft, die seit 1995 in der Landesliga spielt, zeigte immer bessere Spiele und stand auf oberen Tabellenplätzen. Dem Trainergespann Kortmann, Thrombern und Mennie gelang es, eine hervorragende junge Mannschaft zu formen, zusam­menzuschweißen und zum Erfolg zu führen!

2005: Aufstieg in die Verbandsliga Westfalen

Die Mannschaft wurde 2004 von Trainer Hundertmark weitergeführt und hat es fertig gebracht, mit großem Abstand vor dem Verfolger Clarholz in die Verbandsliga Westfalen aufzusteigen!

Dies ist für den „Spiel- und Sportverein 1920 Bad Westernkotten“ ein grandioser und bemerkenswerter Erfolg, der passend im ,,85-jährigen“- Bestehen des SUS erfolgte und am 11.Juni 2005 feierlich gewürdigt wurde.

Erste Feiern mit Freibier und einem Autokorso durch den Ort fanden bereits nach dem 7:1 Sieg am 15.Mai 2005 gegen Oestinghausen auf dem Sportplatz sowie am 16.Mai im Kurort statt.

„Nie mehr Landesliga, nie mehr, nie mehr“; hallte es von Samstag- bis Montagabend ununterbrochen durch den Kurort. Die Meister-Mannschaft genoss ihren Triumph.

Z.Zt. spielt die erste Mannschaft wieder in der Landesliga, da im letzten Jahr der Klassenerhalt in der Verbandsliga leider nicht geschafft werden konnte.

Schlusswort

Nun rollt bereits 87 Jahre der Ball auf dem Sportplatz des „SUS 1920 Westernkotten“ zur Ertüchtigung der Jugendlichen und Förderung der Kameradschaft aller Spieler untereinander und zur Begeisterung ihrer Anhänger und Zuschauer, die auch die Leistungen des Gegners anerkennen und zu würdigen wissen. So soll es auch in Zukunft sein, denn: Die Jugend braucht uns, damit sie geleitet wird, wir brauchen die Jugend, um den SUS die Zukunft zu sichern.