Schäferkämper Weg

Benannt nach dem uralten „Ortsteil“ Schäferkamp; war der Weg der Schäferkämper zur (Erwitter) Kirche und bis 1885 zum dortigen Friedhof. Die Namensgebung erfolgte 1941.

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Hier feierte am 31.10.2007 Josef Schinke seinen 80. Geburtstag. Bei der Gratulation erzählte er mir, dass er gebürtig aus Schlesien stammt und seine Eltern als Flüchtlinge nach dem Krieg auf dem Lipperbruch ein Haus gebaut hatten. Er arbeitete bei Wonnemann und dann bei Schröder, Benteler, als Schreiner.

Als er mit seiner Frau das dritte Kind (Roman, wohnhaft an der Bruchstraße, ehemals alter Sportplatz) bekam, wurde das elterliche Wohnaus zu eng und 1965 wurde das jetzige Haus am Schäferkämper Weg errichtet.

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Ehemaliger Hof Gerling, Schäferkämper Weg 32

[aus den Unterlagen zu Feier des 100-jährigen Bestehens des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Bad Westernkotten 2006] 

Lage des Betriebes:

Der Betrieb lag ursprünglich an der Schützenstraße 4 und wurde 1954/55 an den Schäferkämper Weg (heute: Café Gerling verlagert).

 

 

Zur Geschichte des Hofes und zur landwirtschaftlichen Produktion:

Anton Gerling (*23.9.1879 in Westernkotten, +21.4.1942), der Vater von Willi Gerling, stammte aus dem Hause Kaltner, Leckhausstraße, und war nachgeborener Bauernsohn. Er arbeitete zunächst auf der Union in Lippstadt. Dann heiratete er um 1900 Albertine Schäfermeier aus der Schützenstraße 4 und gründete mit ihr dort den Bauernhof. Vorher unterhielt hier der Vater von Albertine, Josef Schäfermeier (*1.4.1854, + 12.8.1913), eine Schreinerei, die spätere Schreinerei Schäfermeier an der Bruchstraße (heute Lippstadt). Josef Schäfermeier war vielseitig interessiert. Er war Innungsmeister, baute das erste Fahrrad und das erste Motorrad in Westernkotten.

Anton Gerling gelang es, durch Landkauf und Tüchtigkeit, den Hof weiter auszubauen. Er starb während des Kriegsjahres 1942. Als im Zweiten Krieg dann auch noch sein Sohn Anton fiel, kam Willi Gerling als nachgeborenem Sohn die Aufgabe zu, die Landwirtschaft fortzusetzen.

Willi Gerling hatte zunächst Schlosser gelernt und sollte Lokomotivführer werden. Er schulte dann um und ging auf die Landwirtschaftsschule. Schon 1948 übernahm der die Geschäftsführung der Schwarzbunten Zuchtgenossenschaft. Sein besonderes Hobby galt fortan der Züchtung von Bullen und vor allem Milchkühen mit hohen Qualitätsmerkmalen.

Am 13.5.1954 brannte der Hof in der Schützenstraße ab. Wegen der räumlichen Enge und fehlender Erweiterungsmöglichkeiten entschloss man sich, auszusiedeln und den Hof am Schäferkämper Weg neu zu errichten.

Der ehemalige Hof Gerling am Schäferkämper Weg, Aufnahme von Süden

In den 1960er und 1970er Jahren errang Willi Gerling bei Kreistierschauen und Verkaufsaktionen häufig herausragende Leistungen. Sein Sachverstand war auch als stellv. Vorsitzender der Kreistierzüchtervereinigung Lippstadt gefragt. Mehr als 30 Jahre leitete er als Geschäftsführer die Geschicke der Schwarzbunten-Bullenhaltungsgenossenschaft.

Am 7.8.1975 brannten Scheune und Stallungen des neuen Hofes wiederum ab. Im Zuge der Umbaumaßnahmen entschloss man sich, auch ein Hofcafé anzulegen, da die Zukunft der Landwirtschaft nicht rosig erschien. Das „Café Gerling“ wurde am 15.2.1977 von den Eheleuten Willi und Gerda Gerling eröffnet.

Sohn Ulrich und seine Frau Ute geb. Pilk führen das Café und eine angegliederte Pension heute im Hauptberuf weiter. Später wurde die Terrasse als Wintergarten ausgebaut und draußen ein Biergarten angelegt.

Die Landwirtschaft besteht nicht mehr. Das Land ist verpachtet.

 

 

Hofeigentümer:

Ca. 1900 -1942                      Anton Gerling

1942 – 1944                           Anton Gerling (sein Sohn)

1945 – 1993                           Willi Gerling (Bruder) und Gerda

9.12.1993 bis heute                Ulrich Gerling (Sohn von Willi Gerling) und Ute geb. Pilk.

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