„kfd – wir bringen was ins Rollen“

unter diesem Thema gab sich im Jahre 1997 der Bundesverband der kfd Profileigenschaften, die auch in der Bad Westernkötter Frauengemeinschaft umgesetzt werden.

kfd ist kooperativ:

Durch die kfd haben Frauen u.a. Begegnungen und Kontakte mit Frauen anderer Religionen, Konfessionen und Kulturen. Die Frauen erfahren in den Gruppen aber auch, dass die Fähigkeiten jeder einzelnen wichtig für das Gelingen des Ganzen sind. kfd-Frauen aus Bad Westernkotten setzen sich für die Ökumene ein. Sie halten nicht nur zum Weltgebetstag der Frauen ihre guten Kontakte zu den evangelischen Schwestern aufrecht.

Im September 2006 besichtigten 61 Frauen den Hindu-Tempel in Hamm-Unetrop. Unter sachkundiger Leitung wurden die verschiedenen Rituale erläutert und Parallelen zum christlichen Glauben gezogen. Im Anschluss probierten alle die Speisen eines indischen Buffets.

kfd ist wertebezogen

Die kfd setzt sich in Kirche und Gesellschaft für die Werte ein, die sich aus der Botschaft Jesu ergeben. Das sind u.a. der Einsatz für Gerechtigkeit und der Einsatz für den Umweltschutz

kfd ist kommunikativ-offen

Durch die unterschiedlichen Angebote des halbjährlichen  kfd-Programms,  die der einzelnen Gruppen und dem Austausch zwischen den Generationen und mit Frauen in anderen Lebenssituationen wird deutlich, dass  kfd-Mitglieder vielseitig und offen sind.

kfd ist gemeindeorientiert

kfd-Frauen sind es u.a., die die Mitverantwortung für die Seelsorge tragen. Durch Hausbesuche zu verschiedenen Anlässen leisten sie wertvolle Gemeindearbeit.

kfd ist frauenorientiert

Auch in Bad Westernkotten fördert die kfd das Selbstbewußtsein der Frauen und stärkt die weibliche Solidarität untereinander. Die kfd setzt sich für die Interessen und Rechte von Frauen ein und bündelt das Engagement von Frauen.

Im Sommer 2006 beteiligt sich die kfd Bad Westernkotten mit weit über 100 Unterschriften an der Aktion „Zwangsprostitution verhindern – Perspektiven für Frauen schaffen“. Da rund um die Austragungsorte der Fußball WM mit einer Zunahme der Prostitution gerechnet wird, werden auch Menschenhändler angezogen, die Frauen gegen ihren willen in die Prostitution zwingen.

kfd ist politisch

Gesprächskreise und Bildungsangebote bieten Frauen die Möglichkeit, sich zu wichtigen Fragen eine Meinung zu bilden und sie auch zu vertreten. Auch die Verbandsstrukturen selbst sind ein Lernfeld für demokratisches Handeln, so z.B. der Umgang mit der Satzung, die jährliche Generalversammlung oder auch die Durchführung der Vorstandswahlen.

Auch an aktuellen politischen Ereignissen im Stadtgebiet nehmen die Frauen aktiv teil. Als im Frühjahr 2001 die Diskussion um die Zukunft des Erwitter Schloßbades aufkam, setzten sie sich durch Unterschriftenaktionen, Leserbriefe und Teilnahme an Bürgerversammlungen besonders für junge Familien ein, für die erhöhte Eintrittspreise kaum erschwinglich sind.

Wieviel die Bad Westernkötter Frauen in ihrer Gemeinschaft „ins Rollen gebracht haben“, wieviel sie verändert haben und wie sie das Gemeindeleben in der Pfarrei St. Johannes Ev. in den vergangen Jahren und Jahrzehnten beeinflusst und gestaltet haben, wurde hier dokumentiert.

Mit dem Lobpreis Mariens, dem Magnificat, begann dieser Bericht. Mit dem Gebet der kfd soll er enden. Aus der Gebetsgemeinschaft der Frauen im Mütterverein ist eine Glaubensgemeinschaft selbstbewußter Frauen geworden. Dieser Glaube soll uns auch in Zukunft Anhaltspunkt und Wegweiser für die weitere Arbeit in unserer Frauengemeinschaft sein:

Lebendiger Gott, wir dürfen alles, was uns bewegt, in deine Hände legen – unser Leben mit allem, was es mit sich bringt: Schönes und Schweres, Freude und Leid. Du kennst uns. Du weißt um unsere Sorgen und Nöte, aber auch um unser Glück und unsere Hoffnungen.

Du hast uns in diese Welt und in deine Kirche gerufen. Wir stehen vor dir mit unseren Erfahrungen und Fähigkeiten, mit unseren Gaben und Aufgaben, denn du willst Menschen, in denen dein Geist lebendig ist, damit Spuren deines Reiches sichtbar werden.

Wir sind bereit, den Anruf durch unsere Mitmenschen und durch die Zeichen der Zeit zu erkennen und die vielfältigen Aufgaben in Familie und Beruf, in Kirche und Gesellschaft wahrzunehmen, um verantwortlich umzugehen mit den Menschen, die uns anvertraut sind, und allen offen begegnen, die auf uns warten.

Lass unsere Frauengemeinschaft ein Ort der Begegnung sein, wo wir einander annehmen und ermutigen, wo wir Leben und Glauben teilen.

Wir danken dir für Maria, Schwester im Glauben, die uns auf dem Lebensweg begleitet. Mit ihr erbitten wir für die Lebenden deinen Segen und für unsere Verstorbenen die ewige Freude bei dir, durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.